Die Maya-Schrift ist die einzige vollständig entwickelte, indigene Schrift Amerikas – von der Südspitze des Kontinents bis hinauf nach Alaska.
Unter «vollständig» versteht man ein Schriftsystem, mit dem sich sämtliche Gedanken wiedergeben lassen, die in einer Sprache ausgedrückt werden können. Im Fall der Maya handelt es sich um eine hochkomplexe Verbindung von Piktogrammen und phonetischen Zeichen mit einer erstaunlich ausgefeilten Grammatik.
Darüber hinaus könnte die Stiftung Seminare und Kurse zur Maya-Schrift organisieren.
Hervorzuheben ist, dass es möglich ist, sich innerhalb einer Woche genügend Kenntnisse anzueignen, um die Inschriften auf den Stelen öffentlich zugänglicher Tempel und Pyramiden zu entziffern, etwa in Tikal, Calakmul, Palenque oder Copán.
Als Beispiel: die Zusammensetzung der Chichilan-«Kartusche» aus drei Zeichen beziehungsweise phonetischen Zeichen.
– 1 : « CHI »

1-a

1-b

1-c
Nota bene :
– 1-a: CHI stellt eine Hand dar, bei der sich Zeigefinger und Daumen berühren
– 1-b ist die «head-variant»
– 1-c ist die vereinfachte Version der «Kopfvariante»
– 2 : « LA »

– 3 : « NA »

Nota bene : « LA » und « NA » werden zusammen « LAN » ausgesprochen.
